Seit Anfang 2026 ist Matthias Uken Geschäftsführer im UP-DAV Kletterzentrum Oldenburg/Wardenburg.
Seine ersten Monate beschreibt er selbst als „äußerst anstrengend“ – mit langen Tagen, vielen parallelen Aufgaben und einer ganzen Reihe von Veränderungen, die im laufenden Betrieb umgesetzt werden mussten.
Dabei hat er seine Arbeit von Beginn an in drei Bereiche gegliedert: Optik, Abläufe und wirtschaftliche Aspekte. „Für die Abläufe und wirtschaftlichen Aspekte musste ich natürlich aufpassen, dass ich die Mitarbeitenden nicht überfordere“, sagt er. Denn vieles habe sich in kurzer Zeit verändert.
Wer in den vergangenen Wochen im UP war, konnte einige dieser Veränderungen bereits sehen: Der Check-in-Bereich wurde neu gestaltet, das Büro renoviert, der Flur vor dem Notausgang überarbeitet. Auch das Moonboard wurde angepasst, der frühere EDV-„Kabelsalat“ im Check-in durch einen modernen Netzwerkschrank ersetzt. Hinzu kommen viele kleinere und größere Maßnahmen im Hintergrund – etwa neue Bezugsquellen im Einkauf, Stromeinsparungen durch LED-Technik oder die weitere Entwicklung des Bistrobereichs.
Gerade diese Mischung aus sichtbaren und weniger sichtbaren Veränderungen prägt Matzes Arbeit. Vieles wird mit begrenzten Mitteln geplant und umgesetzt. „Fast alle Renovierungsmaßnahmen kosten Geld“, sagt er. „Ich plane das mit spitzem Bleistift und wir erledigen fast alles in Eigenarbeit.“
Dass dabei nicht alles auf einmal gehen kann, ist ihm bewusst. Über die Jahre habe sich einiges angestaut, die Liste der Aufgaben sei entsprechend lang. Gleichzeitig nimmt er wahr, dass die Veränderungen ankommen – im Team, im Verein und besonders bei den Besucherinnen und Besuchern. „Ich bekomme für vieles recht gutes Feedback, besonders von Kundenseite aus. Das treibt mich an“, sagt Matze. Es bestärke ihn darin weiterzumachen, weil Ergebnisse teilweise sofort sichtbar seien.
Auch organisatorisch hat sich im UP einiges bewegt. Der Dienstplan wird inzwischen nicht mehr nur wenige Tage, sondern zwei Monate im Voraus erstellt. So können sich Mitarbeitende besser darauf einstellen und bei Bedarf frühzeitig Ersatz suchen. Ein interner Newsletter hält das Team regelmäßig auf dem aktuellen Stand. Auch der E-Mail-Rückstau wurde weitgehend abgearbeitet, sodass Kursanfragen wieder zeitnah eingeplant werden können.
Für die kommenden Monate stehen weitere Veränderungen an. Der Turm wird derzeit saniert, im Herbst sollen neue Bouldermatten installiert werden. Auch im mittleren Boulderblock sind Anpassungen geplant: Der Tunnel soll einseitig geschlossen werden, um zusätzliche Boulderfläche zu schaffen; außerdem soll eine Platte den vorhandenen Überhang ergänzen.
Matze blickt trotz der vielen Aufgaben zuversichtlich nach vorn. „Wir bekommen Stück für Stück die Halle auf Stand“, sagt er. Auch wirtschaftlich entwickle sich das UP weiter. Wenn das Gröbste geschafft sei – hoffentlich bis zum Herbst –, erwartet er durch die neuen Matten und Änderungen im Wandbau weitere Impulse für die Halle.
Was in seinen Antworten immer wieder durchscheint: Es geht ihm nicht um schnelle Effekte, sondern um nachhaltige Verbesserungen im Alltag des UP. Um Strukturen, die funktionieren. Um Räume, in denen man sich gern aufhält. Und um ein Kletterzentrum, das Schritt für Schritt weiterentwickelt wird – mit viel Eigenarbeit, klarem Blick und sichtbarem Engagement.
Redaktionelle Bearbeitung: Elena Selders